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Erich Waske |
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Geboren |
1889 in Berlin-Friedenau |
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Gestorben |
1978 in Berlin |
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1889 |
geboren
am 24. Januar in Berlin |
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1906-1908 |
Studium
an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin |
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1910 |
Erste
Ausstellung Neue Secession mit der Berliner „Brücke“
In den Folgejahren rege Beteiligung an den Ausstellungen der
Berliner Sezession und der Berliner Akademie |
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1909-1912 |
Studienaufenthalte in München und Paris |
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1914-1916 |
Soldat im
ersten Weltkrieg |
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1918 |
Mitglied
der Berliner Sezession (bis 1933) |
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1920 |
Erster
Ankauf von Gemälden durch die Nationalgalerie Berlin |
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1924-1927 |
Studienreisen nach Italien und Südfrankreich
Graphische Arbeiten (Mappenwerke, Illustrationen) |
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1928-1935 |
Friese,
Wandmosaiken und Glasgemälde im Auftrag öffentlicher
Einrichtungen und Kirchen |
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1937 |
Nach
Androhung eines Berufsverbots und Einordnung als „entarteter
Künstler“ Rückzug in die innere Emigration |
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1943
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Kriegsverlust eines Großteil des Werkes, Evakuierung nach
Ostpreußen |
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1951 |
Wiederaufnahme der künstlerischen Arbeit; Studienreisen
Weitere
Arbeiten für Kirchen und öffentlicher Institutionen |
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1978 |
Erich
Waske stirbt am 26. Juni in Berlin
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„Jede Kunstform muss das Sprachrohr der
Seelenwelt bleiben.“
Erich Waske
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Entwicklung
Das heutige Publikum ist mit dem Namen Erich
Waske noch wenig vertraut. Diese Unkenntnis steht im
umgekehrten Verhältnis zum kunsthistorischen Rang Waskes.
Berufsverbot durch die Nazis und der Kriegsverlust eines
Großteils des Werkes haben jäh die Karriere eines Künstlers
abgeschnitten, der im engsten Kreis der Brücke tätig war und
dessen Popularität zeitweise sogar die seiner Kollegen
Kirchner, Schmidt-Rottluff oder Heckel überragte. Willi
Grohmann prägte für seine Malweise den Ausdruck
„abgewandelter Brücke-Stil“. Es gibt bei Waske und den
Künstlern in unmittelbarer Brückenähe bei noch viel lohnende
Entdeckungsarbeit zu leisten, was bisher durch die Fixierung
der Forschung auf die „magische Fünfzahl“ der bekannten
Brückekünstler verhindert wurde. |
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Als „Expressionist der ersten Stunde“
entwickelt Waske einen unverwechselbaren Stil, den
leuchtende Farbintensität und vereinfachende
Formkonzentration auszeichnen. Trotz der mittelgroßen
Bildformate haben daher alle Arbeiten einen Ausdruck des
Monumentalen: Waske zielt immer auf das Wesentliche, den
Dingen Zugrundeliegende. Seine Landschaftsbilder sind von
Reisen nach Südeuropa, besonders nach Italien, inspiriert.
Er weitet jedoch, über den topographischen Anlass
hinausgehend, sein Motiv zu einer
idealtypischen Landschaft aus: die Bilder
sprechen von der Dynamik der Naturkräfte oder von der
archaischen Wucht der Antike. Vulkane und Sonnenuntergänge
ein häufig wiederkehrendes Motiv des „Farbensymphonikers“.
Wie Waske Naturformen prägnant verknappt und mit
symbolischer Kraft auflädt, etwa in vibrierenden
Zackenlinien der Berge oder dem flutenden Rot der Sonne,
lässt an die eruptiven Naturkürzel auf den
Landschaftsbildern seines Zeitgenossen Munch denken.
Waskes Kunst der
verknappenden Charakterisierung bewährt sich auch in
zahlreichen Porträts. Ein weiterer Schaffens-Schwerpunkt
sind die Wandgemälde, Glasfenster und Mosaiken für
Institutionen und Kirchen, denen malerisch voll
ausformulierte Entwürfe in Öl vorangehen. In ihnen zeigt
sich die tolerante, spirituell offene Haltung eines
Künstlers, dessen hoher Stellenwert noch unterschätzt wird,
dem jedoch zunehmende Beachtung zuwächst.
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Erich Waske: Ausstellung in der Galerie von Abercron

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Literatur
Bauer, Curt: Erich Waske, Köln 1921
Grohmann, Willi:
Erich Waske, Gemälde und Monumental-Entwürfe, Berlin
1957
Kirchner, Joachim: Erich Waske, Leipzig
1921 (= Junge Kunst, Band 24)
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